uForschungssymposium der Klinik für Kardiologie und Angiologie

17. – 18. Februar 2017 in Barsinghausen

Fast 70 Mitarbeiter der Klinik für Kardiologie und Angiologie der MHH -darunter auch viele Studenten und Doktoranden- trafen sich am 17. und 18. Februar in Barsinghausen zum wissenschaftlichen Austausch. Unter der Leitung von Professor Bauersachs wurden neue Forschungsergebnisse der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen der Klinik diskutiert. Ziele waren insbesondere mögliche Weiterentwicklungen für die Therapie von Patienten mit Herzerkrankungen und Ideen für neue Forschungsprojekte.


Die Arbeitsgruppe um Prof. Heineke, Experimentelle Kardiologie, hat beispielsweise ein neues Protein aus der Skelettmuskulatur gefunden, welches die Herzfunktion im schwachen („insuffizienten“) Herz verbessern kann: Möglicherweise kann zukünftig bei Patienten mit Herzinsuffizienz die therapeutische Verabreichung dieses Proteins helfen zur Verbesserung der Herzschwäche. Das Team um Prof. Wollert identifizierte in der Arbeitsgruppe Molekulare und Translationale Kardiologie therapeutisch vielversprechende Faktoren aus weißen Blutkörperchen (z.B. das sog. Mydgf), die bei der Therapie des Herzinfarkts und anderen Herzerkrankungen eingesetzt werden könnten.


Frau Prof. Hilfiker-Kleiner und ihre Arbeitsgruppe Molekulare Kardiologie erforschen die Ursachen der peripartalen Kardiomyopathie –einer plötzlichen schweren Herzschwäche bei bisher gesunden jungen Müttern bei oder kurz nach der Geburt. Diesbezüglich ist mit dem therapeutischen Einsatz des Bromocriptin –eine Strategie, die ursprünglich bei Mäusen entdeckt wurde- schon ein großer Schritt in Richtung klinischer Anwendung gelungen. Auch die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Rhythmologie um PD Dr. Veltmann hilft diesen Patientinnen: Auf der Tagung vorgestellte Daten zeigen, dass das Tragen einer „Defibrillatorweste“ als Schutz vor dem plötzlichen Herztod wirksam ist.


Weitere wichtige Themen umfassten die große von uns durchgeführte Digitalis-Studie bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz und experimentell die Wirkung von Glukokortikoiden bei der Heilung eines Herzinfarktes.


Prof. Sedding und sein Team untersuchen in der AG Vaskuläres Remodeling und Regeneration interessante Aspekte des Wiederverengung von Koronararterien nach Aufdehnung mittels Ballondilatation.


Prof. Kempf präsentierte die Projekte der neuen Klinischen Forschergruppe 311, die zum Ziel haben die Prognose von Patienten mit sehr weit fortgeschrittener („terminaler“) Herzinsuffizienz oder Lungenerkrankungen zu verbessern.


Professor Jörg Heineke und Professor Johann Bauersachs, die Organisatoren des Meetings, zogen eine sehr positive Bilanz dieser intensiven zwei Tage, die viele neue Ideen, Lösungsansätze und nicht zuletzt eine noch bessere Zusammenarbeit im Team beflügeln.

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